Die Legende von den Strippenziehern

Peter Bierl

Die Legende von den Strippenziehern

Verschwörungsdenken im Zeitalter des Wassermanns

36
Seiten
Fadenknotenheftung
16,00 €
(brutto)

Ein ideologiekritisches Heft · MaroHeft #4

Mit Illustrationen und einem Plakat von Katharina Kulenkampff

Die Erde – von Echsen regiert? Eine gierige Finanzelite haut die Menschen mit geheimen Machenschaften übers Ohr? MaroHeft #4 zeigt auf, warum Verschwörungstheorien für viele unterschiedliche Menschen so attraktiv sind und welches Denken sich dahinter verbirgt. Außerdem erfahren Sie, welche Rolle das Zeitalter des Wassermanns dabei spielt und wie Sie Verschwörungsideologien in sich selbst aufspüren ­können. Mit einem Plakat in zwei Sonderfarben von Katharina Kulenkampff im Format 38 x 52 cm.

Der Diskurs über ­Verschwörungstheorien folgt einem altbekannten Muster: Von den politischen Rändern würden radikale und antidemokratische Kräfte in die Mitte der Gesellschaft drängen, um diese mit irrsinnigen Theorien zu verführen. Peter Bierl widerlegt in seinem Essay die These der »verführten Mitte« und verweist stattdessen auf die Überzeugungen einer Gesellschaft, die das verinnerlicht hat, was im Baukasten der Verschwörungsideologien zur Grundausstattung gehört: Nationalismus, Antisemitismus, Rassismus und ein Unbehagen am »entfesselten Raubtierkapitalismus«. Letzterer wird fälschlicherweise als Ausdruck einer gierigen Finanzelite kritisiert, die den Rest der Welt mit geheimen Machenschaften übers Ohr haut. Was das alles mit dem Zeitalter des Wassermanns zu tun hat und wie Sie die Verschwörungsideologien in sich selbst aufspüren ­können, erfahren Sie in diesem Heft. 

Dem Heft liegt ein von Katharina Kulenkampff gezeichnetes und in zwei Sonderfarben gedrucktes Plakat bei im Format 38 x 52 cm!

Peter Bierl

Peter Bierl (*1963) hat Politikwissenschaft, Soziologie und Psychologie studiert. Er arbeitet als freier Journalist und lebt in der Nähe von München, ist Mitglied der Gewerkschaft Verdi und des Verkehrsclub Deutschland (VCD). Zuletzt sind von ihm erschienen »Die Revolution ist großartig. Was Rosa Luxemburg uns heute noch zu sagen hat« (2020), »Keine Heimat nirgendwo« (2020), »Einmaleins der Kapitalismuskritik« (2018) und »Grüne Braune: Umwelt-, Tier- und Heimatschutz von rechts« (2014).


MaroHefte

In den »MaroHeften« treffen Essays auf Illustrationen – zu Themen, die uns unter den Nägeln brennen: Populär-Relevantes, Abseitiges, Grundlegendes, Zeitloses, Absurdes oder Tabubehaftetes.

Jedes Heft wird besonders gestaltet und mit Originaldruckgraphiken mit bis zu 5 Sonderfarben gedruckt. 36 oder 52 Seiten, fadengeheftet im berüchtigten Maro-Format (13,5 x 20,5 cm), mit Schutzumschlag. Den Originalausgaben liegen Plakate oder Lesezeichen bei. Die Reihe wird von Kolja Burmester und Sarah Käsmayr herausgegeben. Ein Bezug ist in einzelnen Ausgaben und als Abo möglich. Mehr Info zum Abonnement gibts hier.

Die »MaroHefte« sind ein Anknüpfen an die Reihe »Die Tollen Hefte« und wurden anlässlich des 50. MaroVerlags-Jubiläums im Jahr 2020 ins Leben gerufen. Ausgaben 1 bis 15 der »Tollen Hefte« erschienen in den 1990ern bei Maro (hg. von Armin Abmeier), die Folge­nummern in der Büchergilde Gutenberg (ab 2012 hg. von Rotraut Susanne Berner). Mit Heft 50 wurde die Reihe im Jahr 2018 eingestellt.


Illustratorin

Katharina Kulenkampff (*1983) ist freischaffende Illustratorin. Ihre Arbeiten umfassen handgemachte Bücher, Drucke und Stickereien. Wenn sie nicht zeichnet, druckt oder stickt, geht sie mit ihrem Hund im Galgenberg spazieren. Zur Website


Presse

»Bierl zeigt … schlüssig auf, dass Nationalismus, Antisemitismus und Rassismus keine Probleme der Ränder, sondern der Mitte der Gesellschaft sind. Er macht deutlich, dass ›unser Lifestyle auf Naturzerstörung und Ausbeutung‹ basiert. Und dass AfD, Querdenker & Co. das System gar nicht ändern wollen, weil sie selbst darin verstrickt sind, und stattdessen die Schuld auf eine obskure Finanz- und Politik-Elite schieben. Eine erhellende Lektüre, die Katharina Kulenkampff mit apokalyptischen Wimmelbildern illustriert hat, auf denen obskure Tierwesen als Strippenzieher auftreten.«

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