Carmilla DeWinter
Aus dem Off
LOVE & SEX: Wer damit nichts anfangen kann, gilt schnell als langweilig und irgendwie gestört – selbst in queeren Kreisen. Ein MaroHeft gegen die Pathologisierung asexueller Lebenswelten, eine Streitschrift, die sich die Liebeskonzepte unserer Gesellschaft vorknöpft.
Gruppensex im Swingerclub, BDSM-Experimente und Rollenspiele im Darkroom – nichts mehr scheint die sexuell aufgeklärte Gesellschaft aus der Fassung zu bringen. Doch wer auf dem Sektempfang oder im Freundeskreis nicht von seiner polyamourösen Fünferbeziehung berichtet, sondern ausspricht, asexuell zu sein, wird voraussichtlich betretenes Schweigen ernten. Nicht unwahrscheinlich, dass den »Geständigen« sogar ein einfühlsamer Psychotherapeut empfohlen wird: Da muss es doch Hilfe geben! »Asexuell« ist jedoch weder ein Synonym für krank noch unglücklich – und wer sich nicht verliebt, ist kein emotionsloser Roboter.
Carmilla DeWinter schreibt über eine Gruppe, die im berühmten Kinsey-Report als »Gruppe X« bezeichnet und »ins Off« geschoben wird – und über die sonderbare Stellung von Sex und romantischer Liebe als allumfassendes Glücksversprechen in einer Gesellschaft, die meist auswendig gelernten Beziehungsmodellen hinterherhechelt.
Mit Illustrationen und beiliegendem Plakat von Jasmin Dreyer.
Carmilla DeWinter
Carmilla DeWinter (*1981) ist Apothekerin, Autorin und Lektorin. Sie veröffentlicht seit 2014 Kurzgeschichten und Romane und hat einen Hang zur Phantastik sowie zu queeren Figuren. Neben ihren literarischen Werken erschien 2021 auch ihr Sachbuch »Das asexuelle Spektrum. Eine Erkundungstour« (Marta-Press). carmilladewinter.com
Stimmen zu den MaroHeften
»Gönnt Euch kluge Gedanken, kauft die MaroHefte!«
blauschwarzberlin
»Die Hefte sind bibliophile Schmuckstücke. […] Vor allem aber mit Illustrationen in einem Farbdruck, der auch Ahnungslose spüren lässt, dass sie hier etwas Besonderes in der Hand halten.«
Christian Jooß-Bernau in der Süddeutschen Zeitung
»Den MaroHeften […] gelingt es immer wieder, ungewöhnliche Fragen zu stellen und Dingen nachzugehen, die sonst eigentlich keine Beachtung finden. Kaum hat sie der MaroVerlag formuliert, fragt man sich, warum man zu diesem oder jenem Thema bisher eigentlich noch nichts gehört hat.«
Grafikmagazin, Ausgabe 3/2024
»[Eine] wilde Reihe mit so etwas wie bibliophilen Broschuren bzw. wunderbar illustrierten, opulenten und sehr dünnen Büchern inklusive Postern, Postkarten und so weiter. Wenn Sie finden, Sie haben zu wenig Zeit zum Lesen, kaufen Sie dünnere Bücher. Und fangen Sie mit MaroHeften an.«
Bastian Pütter im bodo Magazin, Ausgabe Juli 2024
Illustratorin
Jasmin Dreyer, geboren 1987, lebt und arbeitet als Illustratorin in Norddeutschland. Sie zeichnet am liebsten queere Roboter, Riot Grrrls und außerirdische Femmes. jasmindreyer.com
Vergangene Lesungen
Am 6. April ist der Internationale Tag der Asexualität. Als Gedenktag weist er weltweit auf die Unsichtbarmachung von asexuellen und aromantischen Menschen hin. Aus diesem Anlass kam die Autorin Carmilla DeWinter am Mittwoch, den 19. April 2023, für eine Lesung aus »Aus dem Off. Asexualität, Aromantik und die Sache mit dem Glück« nach Heidelberg in das Café Leitstelle.
Presse-Stimmen
»Warum manche Menschen keinen Sex oder Romantik brauchen«
Magdalena Heinzl spricht in Folge 85 ihres sexOlogisch-Podcasts mit Carmilla DeWinter anlässlich der Veröffentlichung von »Aus dem Off«
»Woran erkennt man Asexualität?«
»Ihr denkt das Thema betrifft euch nicht? Da muss ich widersprechen, denn wer sich nicht mit dem Themenfeld der Asexualität und Aromantik auseinandersetzt, reproduziert womöglich gesellschaftliche Normen und grenzt somit aus.«
»Mit dem jetzt schon 8. Heft vom MaroVerlag haben sie es mal wieder geschafft, ein Thema knapp und zugänglich, bildhaft und kritisch darzustellen. Asexualität und Aromantik werden hiermit offiziell aus dem Off geholt, textlich und bildlich mit Illustrationen von Jasmin Dreyer. Nicht nur ein aufklärendes Heft, sondern auch eines, das zum Nachdenken über gesellschaftliche Normen und Glücksvorstellungen anregt.«
»Vom Kinsey-Report über feministische Debatten der 1970er Jahre bis hin zu asexuellen Figuren in der heutigen Popkultur – Carmilla DeWinter spannt einen weiten Bogen, um ihren Leser:innen das Thema ›Asexualität/Aromantik‹ nahezubringen. In der Mainstream-Gesellschaft, aber auch in der queeren Community wird das Thema nach wie vor kaum oder nur einseitig behandelt. Gerade für den deutschsprachigen Raum leistet deshalb das im poppigen Zine-Stil daherkommende Maro-Heft einen wichtigen Beitrag. DeWinter schreibt locker-flockig und leicht verständlich; gespickt ist der Text mit anschaulichen Beispielen und spacig-bunten Illustrationen von Jasmin Dreyer. […] eine gewinnbringende Lektüre für alle Menschen [...], egal wie sie sich orientieren.«
»Ein Heft, das mich auf sehr interessante Weise persönlich berührt hat.«
Asexuell und aromantisch – Claudia Elizabeth Huber im Gespräch mit Carmilla DeWinter anlässlich der Veröffentlichung von »Aus dem Off«
Rezension von »Aus dem Off« im Radio Dreyeckland mit Ausschnitten aus dem Text sowie einem Interview mit Carmilla DeWinter.
Weitere Titel
Felix Bork
Aus den Ärschen aus dem Sinn
Christine Koschmieder
Das F-Wort
Oliwia Hälterlein
Das Jungfernhäutchen gibt es nicht
Wolfgang Martynkewicz
Das Schwanken des Bodens unter den Füßen
Anna Schilling
Der Mensch ist das bescheuertste Viech im ganzen Universum
Susann Rehlein
Der Phallushügel
Christiane Bürger und Sahra Rausch
Der Prozess
Mira Landwehr
Die Blutfabrik
Peter Bierl
Die Legende von den Strippenziehern
Lou Zucker
Eine Frau geht einen trinken. Alleine.
Hannah Lühmann
Know Your Enemy
Marie-Louise Monrad Møller
Schlaf
Mit Texten von Kolja Burmester, Eileen Jahn, Sarah Käsmayr, Lena Schindler und Scherzad Taleqani
Talking ’bout Your Generation
Cord Riechelmann
Wo sind die Vögel nachts?
Bettina Fellmann
Zur Verteidigung der Traurigkeit
Peter Schadt
Zwischen Terminator und Taschenrechner
Weitere Bücher
Bettina Fellmann
Zur Verteidigung der Traurigkeit
Bernd Dollinger
Drogen im sozialen Kontext
Susanne Neuffer
Sandstein
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Die Blutfabrik
Ofelia Huamanchumo de la Cuba
Nachtschichten
Oliwia Hälterlein
Das Jungfernhäutchen gibt es nicht
Philipp Luidl
Halleluja
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