Wolfgang Martynkewicz
Das Schwanken des Bodens unter den Füßen
Ausgezeichnet als eines von 10 besten Independent Büchern 2022
MaroHeft #7 geht der Frage nach: Warum wurde Einsteins Relativitätstheorie als bedrohlich, abstrakt und »modernistisch« zurückgewiesen, ähnlich wie andere progressive Tendenzen der anbrechenden 20er Jahre?
Am 23. September 1920 treffen im beschaulichen Bad Nauheim die Nobelpreisträger Albert Einstein und Philipp Lenard aufeinander. Moderiert von Max Planck fechten sie im Badehaus 8 physikalische und weltanschauliche Konflikte aus. Schon seit Jahren fühlen sich konservative Kräfte von Einsteins Relativitätstheorie provoziert. Wie kam es dazu, dass die deutschnationale Physikergemeinschaft zum Angriff auf Einstein überging? Wolfgang Martynkewicz erzählt die Geschichte um diesen Jahrhundertstreit, Gabriela Jolowicz spürt in ihren Holzschnitten naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und künstlerischen Formen der Zeit nach.
Wolfgang Martynkewicz
Wolfgang Martynkewicz, geb. 1955, Studium der Literaturwissenschaft, Psychologie und Soziologie, ist freier Autor und Dozent für Literaturwissenschaft an den Universitäten Bamberg und Bayreuth; Er veröffentlichte zahlreiche Publikationen zur Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts und zur Geschichte der Psychoanalyse. Insbesondere beschäftigt er sich mit der Kulturgeschichte der zwanziger Jahre, dazu ist zuletzt erschienen: »1920. Am Nullpunkt des Sinns« (Aufbau).
Bayerns beste Independent Bücher 2022
Der Roman »Das Schwanken des Bodens unter den Füßen« wurde von einer Jury auf die Empfehlungsliste »Bayerns beste Independent Bücher 2022« gewählt. Die Liste stellt zehn herausragende Neuerscheinungen aus unabhängigen Bayerischen Verlagen vor. Wir freuen uns sehr über die Würdigung.
Jury-Begründung »Bayerns beste Independent Bücher 2022«:
»Erneut wird der Maro Verlag seinem verlegerischen Anspruch auf hervorragende Weise gerecht. Das Schwanken des Bodens unter den Füßen von Wolfgang Martynkewicz, mit Holzschnitten von Gabriela Jolowicz, stellt sowohl graphisch wie thematisch Bezüge zwischen den 1920er-Jahren und der politischen Gegenwart her: Anhand einer historischen Begebenheit – der Infragestellung von Albert Einsteins berühmter Relativitätstheorie – wird ideologisch-wissenschaftsfeindliches Denken thematisiert, das den Zusammenhalt einer Gesellschaft bedroht. Eine eindrucksvoll gelungene Verknüpfung eines brisanten Themas mit hoher Buchkunst.«
Eine Liste mit allen ausgezeichneten Büchern finden sie hier.
Stimmen zu den MaroHeften
»Gönnt Euch kluge Gedanken, kauft die MaroHefte!«
blauschwarzberlin
»Die Hefte sind bibliophile Schmuckstücke. […] Vor allem aber mit Illustrationen in einem Farbdruck, der auch Ahnungslose spüren lässt, dass sie hier etwas Besonderes in der Hand halten.«
Christian Jooß-Bernau in der Süddeutschen Zeitung
»Den MaroHeften […] gelingt es immer wieder, ungewöhnliche Fragen zu stellen und Dingen nachzugehen, die sonst eigentlich keine Beachtung finden. Kaum hat sie der MaroVerlag formuliert, fragt man sich, warum man zu diesem oder jenem Thema bisher eigentlich noch nichts gehört hat.«
Grafikmagazin, Ausgabe 3/2024
»[Eine] wilde Reihe mit so etwas wie bibliophilen Broschuren bzw. wunderbar illustrierten, opulenten und sehr dünnen Büchern inklusive Postern, Postkarten und so weiter. Wenn Sie finden, Sie haben zu wenig Zeit zum Lesen, kaufen Sie dünnere Bücher. Und fangen Sie mit MaroHeften an.«
Bastian Pütter im bodo Magazin, Ausgabe Juli 2024
Illustratorin
Gabriela Jolowicz, geboren 1978, lebt in Berlin. Sie studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. In Holzschnitten gibt sie ihre Eindrücke der Gegenwart wieder. Die historische Buchkunst, insbesondere die Ikonenmalerei, dient hierbei als Musterbuch, aus dem frei zitiert wird. Ihre Holzschnitte zierten schon das Zeitmagazin und wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert. Zuletzt erschien ihr Buch MEGABILLIG 2 im Lubok Verlag. hey-gabi.de
Presse-Stimmen
»Bilder und Text des Heftes wirken zusammen und lassen im Kopf beim Lesen und Schauen tatsächlich die Welt vom September 1920 wieder lebendig werden, man glaubt fast die Menschen zu sehen, wie sie vor dem Badehaus auf Einlass warten…«
»Einsteins These, dass alles relativ sei im Gegensatz zum Absolutem, verursachte eine allgemeine Verunsicherung, die nur durch die damaligen unterschiedlichen Tendenzen zu verstehen ist: Der verlorene Erste Weltkrieg, einsetzender Pazifismus, Antisemitismus, Weimarer Republik waren einige Ursachen der Auseinandersetzungen und handfesten Kämpfe. […] Martynkewicz berichtet über die Hintergründe dieser aufregenden und bahnbrechenden Zeit in gut zu lesenden Schilderungen, begleitet von Holzschnitten der Künstlerin Gabriela Jolowicz.«
»Das Schwanken des Bodens unter den Füßen« von Wolfgang Martynkewicz, mit Holzschnitten von Gabriela Jolowicz, stellt sowohl graphisch wie thematisch Bezüge zwischen den 1920er-Jahren und der politischen Gegenwart her: Anhand einer historischen Begebenheit – der Infragestellung von Albert Einsteins berühmter Relativitätstheorie – wird ideologisch-wissenschaftsfeindliches Denken thematisiert, das den Zusammenhalt einer Gesellschaft bedroht. Eine eindrucksvoll gelungene Verknüpfung eines brisanten Themas mit hoher Buchkunst.
Eine tolle Fotorezension von »Designer in Action«
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