Der zweite Garten

Andreas Mand

Der zweite Garten

Roman

366
Seiten
Umschlag von:
Kolja Burmester
Klappenbroschur
20,00 €
(brutto)

Andreas Mand schreibt an gegen alltägliche Hindernisse und nimmt kurzerhand den Leser und die Leserin mit ins Boot.

Schonungslos und offen schildert Andreas Mand in »Der zweite Garten« den Lebensalltag eines »schmalen grauen Mannes mit unklaren Beschwerden«, der sich auf ein »umfassendes Scheitern« zubewegt. Alles eingebettet in die mangelnde gesellschaftliche Anerkennung des Rollenmodells ›Hausmann‹, das der Ich-Erzähler zu leben bereit war. Das Psychogramm einer langjährigen, komplexen Beziehung und der Raum, den Kinder erst gnadenlos okkupieren und dann wieder freigeben, münden in eine lakonische und fast brutal offene Zustandsbeschreibung. 

Andreas Mand schreibt an gegen alltägliche Hindernisse und nimmt kurzerhand den Leser und die Leserin mit ins Boot.

Andreas Mand

Andreas Mand wurde 1959 in Duisburg geboren.

»Denn welcher deutschsprachige Roman bringt so viele so genau recherchierte Details, wie man das sonst nur von amerikanischen Großmeistern kennt?«, schrieb Willi Winkler im SPIEGEL über »Grovers Erfindung« (1990). Mit diesem Buch begann die Zusammenarbeit zwischen Andreas Mand und dem Maroverlag. »Das rote Schiff« (1994) war »wieder ein wunderbar leichtes Buch über das Erwachsenwerden in Deutschland« (Helmut Schödel, DIE ZEIT). In Romanen wie »Kleinstadthelden« und »Vaterkind«, die in anderen Verlagen erschienen, setzte er seine »einzigartige private Geschichtsschreibung« (Peter Henning) fort, wurde als »äußerst sensibler Chronist der letzten 30 Jahre« (Tilman Spreckelsen, FAZ) gerühmt, wenngleich die Bände nicht in chronologischer Reihenfolge erschienen.

Haut ab, Hamburg 1982 (Nautilus); Innere Unruhen, Hamburg 1984 (Kellner) ; Grovers Erfindung, Augsburg 1990 (Maro); Der Traum des Konditors, Berlin 1992 (UVA); Grover am See, Augsburg 1992 (Maro); Peng, Stuttgart 1994 (Edition Solitude); Das rote Schiff, Augsburg 1994 (Maro); Kleinstadthelden, Zürich 1996 (Ammann); Das große Grover-Buch, Zuerich 1998 (Ammann); Vaterkind, Salzburg 2001 (Residenz); Schlechtenachtgeschichte, Augsburg 2004 (Maro); Paul und die Beatmaschine, Augsburg 2006 (Maro); eine kleine Feile, Demos 1984-89, AudioCD, Augsburg 2007 (Maro), Das Grover Spiel. Proberaum Ewigkeit, Augsburg 2010 (Maro), Der zweite Garten, Augsburg 2015 (Maro).


Presse

»Andreas Mand schildert die schleichende permanente Verwandlung eines Menschen unter dem Einfluss der Notwendigkeiten und der vergehenden Zeit ebenso effizient wie elegant: der Autor auf der Höhe seiner Kunst.«

»›Der zweite Garten‹ ist ein in fortlaufende Prosa verwandeltes Tagebuch, ein Pandämonium der Banalitäten. Andreas Mand schreibt ausführlich und dabei überraschend spannend auf 366 Seiten auf, was wichtig ist in Minden, und erklärt damit, worum es hauptsächlich im Leben nicht gehen sollte. Er zeigt ein Leben in der Ebene, höhepunktlos. Das Banale wird zum Banalismus, zum System, das über alle andere Systeme triumphiert.«

»Neun Jahre vergingen zwischen seinem letzten – „Paul und die Beatmaschine“ – und seinem aktuellen „Roman“ „Der zweite Garten“, der von dem Problem handelt, „ein 51-jähriger Mann in einer doofen, kleinen Stadt zu sein“, wie er selbstironisch schreibt.«

»Mit diesem exhibitionistischen, skrupellosen, teilweise schon selbstdenunziatorischen Protokoll seiner Schreib- und Ehekrise versucht er sich noch einmal aufzubäumen. Was man ihm antut, gibt er hier mit Zinsen zurück, gallig, manchmal kleinkariert, larmoyant, aber eben auch immer wieder glänzend und mit der Würde des Angeschlagenen formuliert.«

»Andreas Mands neuer Roman ist, gemessen an gängigen Lektüren, ein vollkommen untypisches Buch. Ein Werk, das dem Leser viel abverlangt, weil es auf erzähltechnisches Raffinement ebenso wie auf einen üblichen Plot verzichtet. Zum Schluss - so viel sei verraten – erwartet den Leser dann aber doch noch ein gewisser Clou ...«

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