Die Chamäleondamen

Yvonne Hergane

Die Chamäleondamen

Roman

Ausgewählt für die Liste »Bayerns Beste Independent Bücher 2020«

Edith, Marita, Ellie und Hanne – vier Frauen, vier Generationen, vier Lebenswege. 

Vom Banater Gebirge bis zur Nordseeküste – über mehr als 120 Jahre spannt sich der Bogen von der ersten bis zur letzten Mutterfigur. Feinsinnig poetisch und mitunter bitterkomisch erzählt Yvonne Hergane in schlaglichtartigen Anekdoten eine vierfache Lebensreise vor historisch, geographisch und politisch wechselndem Hintergrund.

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Inhalt

Edith, Marita, Ellie und Hanne – vier Frauen, vier Generationen, vier Lebenswege. Edith, Ende des 19. Jahrhunderts im Banat geboren, das zwar in Rumänien liegt, aber deutsch geprägt ist, verlässt in ihrer Hochzeitsnacht den Ehemann und flüchtet zu ihrem Geliebten. In den Nachwehen des Ersten Weltkriegs zieht sie Tochter Marita groß. Diese, wunderschön und von Männern umschwärmt, liebt neben der Freiheit nur den Einen – doch ausgerechnet der bringt sie hinter Gitter. Maritas Tochter Ellie wiederum zerreibt sich im Bestreben, es allen recht zu machen. Als ihr Mann die Ceaușescu-Diktatur nicht mehr aushält und nach Deutschland flieht, gibt sie ihr altes Leben auf und folgt ihm mit Tochter Hanne. Hanne ihrerseits entscheidet sich für eigene Wege und eigene Fehler, zieht der vermeintlich großen Liebe hinterher und stürzt schmerzhaft ab. Doch auch sie hat ein Kind, und um seinetwillen trotzt sie selbstbewusst allen Umständen – schließlich ist auch Hanne eine Chamäleondame.


Über mehr als 120 Jahre spannt sich der Bogen von der ersten bis zur letzten Mutterfigur. Feinsinnig poetisch und mitunter bitterkomisch, voller Spannung und Emotion, erzählt Yvonne Hergane in schlaglichtartigen Anekdoten eine vierfache Lebensreise vor historisch, geographisch und politisch wechselndem Hintergrund.

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Autor_in

Yvonne Hergane, 1968 in Reschitza, Rumänien geboren, zweisprachig aufgewachsen, kam mit 14 Jahren nach Deutschland. Sie studierte Germanistik, Anglistik und Buchwissenschaft in Augsburg und München und arbeitet als Autorin sowie literarische Übersetzerin aus dem Englischen, vor allem von Kinder- und Jugendliteratur. Ihr Bilderbuch »Einer mehr« war für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert, für »Sorum und Anders« erhielt sie den Leipziger Lesekompass; beide Bücher erschienen im Peter Hammer Verlag. Yvonne Hergane wohnt mit ihrer Familie nahe der Nordsee. »Die Chamäleondamen« ist ihr erster Roman.

Presse

»Das hat Tempo, das hat Sog. Schlüsselmomente statt Geschwafel. Yvonne Hergane erweist sich als Meisterin der schönen Sätze.«

»Das Buch besticht durch großen Sprachzauber, viel Herz und eine mitreißende Geschichte. Unbedingt lesen!«

»Über mehr als 120 Jahre spannt sich der erzählerische Bogen. Edith, Ende des 19. Jahrhunderts geboren, flüchtet noch in der Hochzeitsnacht vor dem Angetrauten und geht zu dem Mann, den sie wirklich liebt. In der entbehrungsreichen Zeit nach dem Ersten Weltkrieg wächst ihre Tochter Marita auf, die später auf Betreiben ihres Geliebten im Gefängnis landet. Maritas Tochter Ellie flieht gemeinsam mit ihrem Ehemann vor dem Ceauşescu-Regime nach Deutschland, wo ihre Tochter Hanne aufwächst. Auch Hanne verliebt sich in den falschen Mann und verliert zeitweilig den Boden unter den ­Füßen. Ihrem kleinen Sohn Luis zuliebe schafft sie den Neuanfang.«

»Yvonne Hergane hat auf der Folie ihrer eigenen Lebens- und Familiengeschichte ihr Debüt in eigenwilliger und faszinierender Sprache verfasst. ›Die Chamäleondamen‹ hält ein außergewöhnliches Leseerlebnis um Edith, Marita, Ellie und Hanne bereit, die allen Umständen trotzen und ihren Weg gehen.«

»Ein in kurzen Kapiteln erzählter Roman, der sich klassischen Genregrenzen wie dem Familienroman oder auch Frauenroman eloquent entzieht. Die vier Powerfrauen sind eben keine Abziehbilder ideologisch überfrachteter Wunschvorstellungen, sondern gekonnt charakterisierte Menschen aus Fleisch und Blut. Die anekdotenhafte Erzählweise verdichtet den 120 Jahre umfassenden Zeitraum der Geschichte zu einer empfehlenswerten Lektüre.«

»Die Beziehungsgeschichten zwischen Männern und Frauen, Müttern und Töchtern, Repression und Freiheit, Heimat und Fremde sind universell, zeitlos und amüsant. Ein wunderbares Lesevergnügen mit Tiefgang«

»Ihrer eigenen lebensklugen Maxime folgt Yvonne Hergane und spannt ihren Erzählbogen über 120 Jahre hinweg, um aus der Kindheit, dem Liebes- und Familienleben, über Fluchtwege und Neuanfänge und über die namensgebende Anpassungsfähigkeit ihrer Protagonistinnen auf spannende und zugleich berührende Weise zu erzählen.«

»[Der Roman] bietet mit seiner mehrfach gebrochenen und letztlich zerrissenen migrantisch / postmigrantischen Perspektive ein fast durchgehend gestreutes Gefühl von Unbehaustheit. Nur durch Zusammenhalt, familiär und sozial, kann überhaupt eine Basis des Entgegentretens formuliert werden.«

»In Zeiten der Pandemie kommt Literatur eine erweiterte Bedeutung zu. Wem ist dieses Buch nahezulegen? Der ›Beipackzettel‹ des Rezensenten zu diesem Buch: Leser, die Tag täglich über ihr Schicksal seufzen, ist dieses Buch dringend empfohlen. Damen sollten es nicht zu hastig lesen – wegen möglichem Schluckauf beim Grinsen. Und Herren sollen sich nicht so anstellen – das Buch tut ihnen bestimmt auch gut. Die knappen Kapitel eignen sich sogar für die Lektüre zwischendurch, beispielsweise in der U-Bahn.«

»Immer wieder wechselt Yvonne Hergane die Erzähl- und Zeitebenen: So entsteht ein buntes, vielfältiges Kaleidoskop, das zudem durch die Lust der Autorin an Sprachspielereien zu einem großen Lesegenuss wird.«

»Der Roman liest sich wie ein Puzzle, das aus Erinnerungen besteht und zum Schluss ein Gesamtbild hergibt.«

»Hergane setzt Worte vielseitig und raffiniert ein, knüpft Sätze durch Verben aneinander und setzt die gleichen Wörter wiederholt, allerdings mit sich verändernder Bedeutung ein, wodurch sich der Text zeitweise nahezu lyrisch liest.«

»Sprachlich sind die Versatzstücke des Romans opulent und mit poetischer Sprachwirkung zugepackt. Die Sprache ist dadurch sehr dicht und dickflüssig und genauso wie guter Hustensaft, in kleinen Dosen wunderbar anders und anregend.«

»…insgesamt besticht das Buch vor allem durch sein Lokalkolorit. Mit den dialektalen Einsprengseln des Rumäniendeutschen: von ›gselchtem Fleisch‹ bis zu den ›Lackl‹, den Jungs oder dem belehrenden ›Siehgst es?‹ Schwungvoll und bodenständig erzählt, sind die Chamäleondamen durchaus lesenswert.«

Details

Untertitel
Roman
Autorin
Yvonne Hergane
Seiten
240
Sprache
Deutsch
Umschlag von
Eva Wünsch
Bindungsart
Hardcover
ISBN
978-3-87512-493-4