Hurra – der März ist da! Der Frühling kündigt sich an, und es ist wieder Zeit für tolle Neuerscheinungen – und für die Leipziger Buchmesse!
Wir freuen uns darauf, Euch in diesem Monat unsere Frühjahrsneuerscheinungen vorzustellen.

Leipziger Buchmesse 
19. bis 22. März 2026

Vom 19. bis 22. März öffnet die Buchmesse in Leipzig ihre Tore. Überall wird geblättert, gestaunt, diskutiert und entdeckt. Am Stand H400 in Halle 5 könnt ihr unsere frisch gedruckten Bücher und Hefte erkunden: Mit dabei ist Ute Wegmanns Roman »Alles soll sehr weiß sein« sowie die zwei neuesten MaroHefte: Die Ausgabe #21 »Es ist kompliziert. Zur Beziehung von Kapitalismus und Feminismus«, ein »abwerbendes Heft« von Katharina Lux mit Illustrationen von Amelie Göppel sowie die Ausgabe #22, »ein abschaffendes Heft« mit dem Titel »Tausch und Täuschung. Wie wir Geld machen« von Sabine Nuss, Michael Heinrich & Illustrationen von Sylvain Mazas.

Mehr zu Maro auf der Buchmesse

Im Rahmen der Buchmesse könnt ihr folgende Veranstaltungen von uns besuchen: 

Donnerstag, 19. März 2026
12.30 Uhr: Gerda Blees, »Sommerwasserlinsen«, Messegelände
16.30 Uhr: Sabine Nuss, »Tausch und Täuschung«, Messegelände
20 Uhr: Marta Dzido, »Schweinebaumeln«, im Polnischen Institut

Freitag, 20. März 2026
17 Uhr: Marta Dzido, »Schweinebaumeln«, Messegelände
20 Uhr: Gu Shi, »Im Ozean ein Mutterschiff«, Simmini Leipzig

Samstag, 21. März 2026
12 bis 20 Uhr: It’s a book, Hochschule für Grafik und Buchkunst
19.30 Uhr: Katharina Lux, »Es ist kompliziert. Zur Beziehung von Kapitalismus und Feminismus«, Translib

Informationen zu den Veranstaltungen im Einzelnen:

Donnerstag, 19. März 2026
12.30 Uhr
Gerda Blees und Lisa Mensing
mit »Sommerwasserlinsen«

Zum Auftakt der Leipziger Buchmesse findet um 12:30 Uhr auf dem Messegelände Lesung und Gespräch mit Gerda Blees und der Übersetzerin Lisa Mensing zum Erzählband »Sommerwasserlinsen« statt. 

Ein Junge springt in einen Kanal, um seinen Tischtennisball zu retten. Eine Frau beobachtet einen Unfall, der ihr seltsam bekannt vorkommt. Ein Kind verletzt sich selbst, um seinen Eltern zu entkommen. Ein Mann legt sich auf ein Gleis, fragt sich, was er spürt, und erhält Antworten von einer Amsel.

Fürsorge kippt in Sorglosigkeit, Überzeugungen werden vom ­­Zwei­­­­fel abgelöst, immer spielt der Tod eine Rolle. Nicht grundlos, nicht selbstverständlich, sondern weil auch Zufälle, Überforde­rung, fixe Ideen und Verhaltensmuster die Geschehnisse bestimmen. Ruhig und klar schreibt Gerda Blees in zehn Geschichten von Menschen, die (fast) an ihr Lebensende kommen – ohne unbedingt ans Sterben zu denken. Unfälle, Zufälle und Um­­­stände lassen das Unvermeidbare eintreten und offenbaren die Ambivalen­zen und Widersprüche des Menschseins. Der Band »Sommer­wasserlinsen« überwältigt mit im wahrsten Sinne des Wortes unglaublichen Szenarien, die uns, ohne zu skandalisieren, die fra­gi­­len Grenzen unserer menschlichen Existenz spüren lassen.

Die Veranstaltung findet mit finanzieller Unterstützung vom EU Prize for Literature statt. Vielen Dank!

Wann & Wo:
Donnerstag, 19. März 2026, 12.30 bis 13 Uhr
Forum Lesereise: Halle 5, G605

Mit Gerda Blees und Lisa Mensing.
Sprache: Deutsch, Moderation: Sarah Käsmayr

Details zur Veranstaltung finden sich auch auf der Website von »Leipzig liest«.

Donnerstag, 19. März 2026
16.30 Uhr
Lesung und Gespräch mit Sabine Nuss & Ole Nymoen
zur Neuerscheinung »Tausch und Täuschung«

Sabine Nuss stellt im Gespräch mit Ole Nymoen den Essay »Tausch und Täuschung. Wie wir Geld machen« vor, den sie zusammen mit Michael Heinrich verfasst hat und der mit Illustrationen von Sylvain Mazas bei uns als MaroHeft #22 erschienen ist. 

Träfen wir einen Außerirdischen, der wissen möchte, was Geld ist: Die Frage würde uns überraschen. Für uns Menschen ist Geld selbstverständlich. Doch warum Geld wirklich entsteht, wie wir es »machen«, ist nicht leicht zu erklären. Und das, obwohl wir auf diesem Planeten ohne Geld nicht überlebensfähig scheinen.

Also: Wie kommt der Wert ins Geld und welcher Täuschung sitzen wir auf, damit ein Tausch funktioniert? Ist Geld eine rein praktische Erfindung oder sollte man es besser als ein ver­heerendes soziales Verhältnis begreifen? Warum kann ein Unternehmen theoretisch nie genug Geld haben und worin unterscheidet sich der Kapitalismus von früheren Gesellschaftsformen, die ebenfalls Tausch und Besitz kannten? 

Nach Lesen dieses abschaffenden Hefts sind manche Rätsel gelöst. Sie werden wissen, ob eine »Welt ohne Geld« möglich ist, und träfen Sie einen Außerirdischen, könnten Sie ihm erklären, was das eigentlich ist, das Geld. Denn er wird sich wundern. Zu Recht übrigens.

Sie sind nicht auf der Messe? Die Veranstaltung wird auch per Livestream auf Youtube übertragen

Wann & Wo:
Donnerstag, 19. März 2026, 16.30 bis 17 Uhr
Forum Die Unabhängigen: Halle 5, H313

Mit Sabine Nuss, Moderation: Ole Nymoen

Details zur Veranstaltung finden sich auch auf der Website von »Leipzig liest«.

Im Anschluss an die Lesung gibt es die Möglichkeit, das hedonistische Heft #20 vom Autoren Ole Nymoen signieren zu lassen.

Donnerstag, 19. März 2026
20 Uhr
Lesung und Gespräch mit Marta Dzido
zu »Schweinebaumeln«

Marta Dzido liest im Polnischen Institut aus ihrem Erzählband »Schweinebaumeln«. Neben der Autorin wird die Übersetzerin Antje Ritter-Miller anwesend sein. Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Karolina Golimowska vom Polnischen Institut Berlin.

Wie fühlt es sich an, vom Mond verführt zu werden, der sich nachts über den Balkon ins Zimmer schleicht? Was soll sie bloß tun, als sie plötzlich Lust bekommt, ihre beste Freundin abzulecken? Wie war das noch damals mit ihm, als sie jung war – so viele Jahre, bevor sie sich in ihrem Familienalltag verlor? Kann es gutgehen, mehrere Beziehungen gleichzeitig zu führen? Wie den Loslösungsprozess vom eigenen Kind durchstehen, der bereits im Moment seiner Geburt beginnt? Und kann der Geschmack von Pralinen an die Liebe in den Trümmern einer Stadt erinnern?

Lustvoll, wohlwollend und entlarvend erkundet Marta Dzido in ihren neun Erzählungen unterschiedliche Facetten von Liebe, Erotik und Sinnlichkeit. Beeindruckend schreibt sie aus verschiedenen Perspektiven – mal aus dem Hier und Jetzt, mal im Rückblick, mal aus Frauen-, mal aus Männersicht – über die widersprüchlichen Gefühle und Erfahrungen, die mit Verlangen und Zuneigung einhergehen. Dabei zeigt sie, welche Konventionen ihre Figuren bis ins Erwachsenenalter prägen und wie befreiend es sein kann, sie hinter sich zu lassen. Nicht zuletzt vermitteln die Geschichten eine Ahnung davon, wie es war, in den 90er-Jahren in Polen aufzuwachsen – in einer Zeit neuer Unsicherheiten, aber auch neuer Möglichkeiten.

Marta Dzido (*1981) ist Schriftstellerin, Regisseurin und Produzentin von Dokumentarfilmen. Sie veröffentlichte bereits mehrere Romane, sowie das Sachbuch »Women of Solidarity«. Ihr 2018 erschienener Roman »Frajda« wurde mit dem »Literaturpreis der Europäischen Union« ausgezeichnet.

Die Veranstaltung findet mit finanzieller Unterstützung vom EU Prize for Literature statt. Vielen Dank!

Wann & Wo:
Donnerstag, 19. März 2026, 20 Uhr
Polnisches Institut
Markt 10, 04109 Leipzig

Mit Marta Dzido und Antje Ritter-Miller, Sprache: Deutsch und Polnisch, Moderation: Dr. Karolina Golimowska

Details zur Veranstaltung finden sich auch auf der Website von »Leipzig liest«.

Freitag, 20. März 2026
17 Uhr
Lesung und Gespräch zu Marta Dzidos
»Schweinebaumeln«

Eine weitere Lesung aus Marta Dzidos »Schweinebaumeln« findet am Freitag im Forum Globale Perspektiven auf dem Messegelände statt.

Bei der Lesung werden sowohl die Autorin Marta Dzido als auch die Übersetzerin Antje Ritter-Miller anwesend sein. Moderation: Sarah Käsmayr. Die Lesung wird von uns und dem Polnischen Buchinstitut Ksiazki veranstaltet und findet mit finanzieller Unterstützung von EU Prize for Literature statt. Vielen Dank!

Wann & Wo:
Freitag, 20. März 2026, 17 bis 17.30 Uhr
Forum Globale Perspektiven: Halle 4, E303

Mit Marta Dzido und Antje Ritter-Miller, Sprache: Deutsch und Englisch, Moderation: Sarah Käsmayr

Details zur Veranstaltung finden sich auch auf der Website von »Leipzig liest«.

Samstag, 21. März 2026
12 bis 20 Uhr
Buchmesse »It’s a book«
im Lichthof der Hochschule für Grafik und Buchkunst

Untrennbar mit der Leipziger Buchmesse verbunden, ist die »It’s a book« im Lichthof der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig. Ästhetisch ansprechend gestaltete Bücher und kunstvolle Grafiken von unabhängigen Verlagen und Publizierenden treffen dieses Jahr zum 16. Mal auf interessierte Besucher:innen.

Mehr Infos zur Independent-Verlagsmesse findet Ihr hier und auf der Website der HGB.

Wann & Wo:
Samstag, 21. März 2026, 12 bis 20 Uhr
Hochschule für Grafik und Buchkunst
Lichthof
Wächterstraße 11
04107 Leipzig

Freitag, 20. März 2026
20 Uhr
Gespräch zu Gu Shis
»Im Ozean ein Mutterschiff«
im Rahmen der Ausstellung im SiMMiNi

Studierende der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) stellen im Café SiMMiNi die Illustrationen für den Sammelband »Im Ozean ein Mutterschiff« mit vier Geschichten der chinesischen Autorin Gu Shi vor. Mitherausgeber und Übersetzer Lukas Dubro und Gestalter Marius Wenker geben einen Einblick in das Werk der Autorin und die Gestaltung des Buches. Moderiert von Maro-Verlegerin Sarah Käsmayr.

Die Autorin Gu Shi arbeitet neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit auch als Stadtplanerin. In ihren Geschichten verwebt sie präzise Zukunftsvisionen mit existenziellen Fragen. Ihre Figuren bewegen sich in Szenarien, in denen technologische Durchbrüche nicht nur Möglichkeiten, sondern auch Verluste markieren: an Fantasie, Autonomie, an Menschlichkeit.

Vier ihrer Erzählungen – darunter die 2024 für den Hugo Award nominierte »Ouvertüre 2181« – erscheinen in »Im Ozean ein Mutterschiff« nun erstmals auf Deutsch. Darüber hinaus enthält der Band ein Nachwort von Emily Jin, der Übersetzerin von Gu Shis Erzählungen ins Englische. Die Geschichten begleiten zahlreiche Illustrationen von Studierenden der HGB aus der Klasse von Thomas M. Müller und Katja Schwalenberg.

Die Zeichnungen der Studierenden sind noch bis 31. März im Café SiMMiNi in der Eisenbahnstraße 109 ausgestellt.

Wann & Wo:
Freitag, 20. März 2026, 20 Uhr
SiMMiNi
Eisenbahnstraße 109
04315 Leipzig

Mit Lukas Dubro, Marius Wenker, Studierenden der HGB (Sebastian VoigtUrsina AdlerDarija Zubakova und Fiona Arenz), Moderation: Sarah Käsmayr

Samstag, 21. März 2026
19.30 Uhr
Lesung und Gespräch
mit Katharina Lux zur Neuerscheinung
»Es ist kompliziert. Zur Beziehung von Kapitalismus und Feminismus«

Väter in Elternzeit, rechtliche Gleichstellung, Frauen in Führungspositionen – viele feministische Forderungen werden seit einigen Jahrzehnten gesellschaftlich akzeptiert. Doch eine von ungleicher geschlechtlicher Arbeitsteilung und Armut befreite Gesellschaft ist nicht verwirklicht. In ihrem Essay »Es ist kompliziert«, der als MaroHeft #21 erschienen ist, analysiert Katharina Lux verschiedene feministische Strömungen und ihre Rolle im Kapitalismus. Es ist kompliziert: Wer von ihnen hat sich in den letzten Jahrzehnten auf welche Form von Beziehung mit dem Kapitalismus eingelassen? Wer führt eine Romanze mit dem Bestehenden und wer will die sofortige Trennung und dauerhaften Kontaktabbruch? 

Die begleitende Bilderstrecke im MaroHeft von Amelie Göppel nimmt feministische Werbestrategien großer Konzerne – das sogenannte »Femvertising« – in den Blick. Die Grafiken sind während der Lesung im Raum ausgestellt.

Wir laden herzlich ein zur Diskussion. Moderation: Alexandra Ivanova

Wann & Wo:
Samstag, 21. März 2026, 19.30 Uhr
translib
Lützner Str. 30
04177 Leipzig

Wir wünschen Euch einen frühlingshaften März und freuen uns, Euch auf den Veranstaltungen zu sehen!

Eure Maros

Moment...