Karl O. Paetel

Karl Otto Paetel (1906-1975) war ein deutscher Journalist und Publizist. Paetel gehörte der Bündischen Jugend an und wird zu einem maßgeblichen Vordenker des Revolutionären Nationalismus und des Nationalbolschewismus. Er steht in engem Kontakt zur sozialistischen Jugendbewegung und publiziert die Zeitschriften »Politische Zeitschriftenschau« und »Das Junge Volk« und stellt sich dabei sowohl gegen die Demokratie der Weimarer Republik als auch gegen die NSDAP. 1933 erhält er Schreibverbot, an das er sich nicht hält. Es kommt zu mehreren Verhaftungen. Angeklagt nach dem Heimtückegesetz, flieht er 1935 nach Prag und arbeitet dort an der »Neuen Weltbühne« mit. Anschließend flieht er über Schweden nach Paris. Illegal reist er von Paris mehrfach nach Deutschland. 1936 gründet er die Blätter der Sozialistischen Nation. Verbunden mit illegalen bündischen Gruppierungen, tritt er für eine Unterwanderung der Hitler-Jugend ein. In Paris trifft er 1937 auf die nationalrevolutionäre Ernst Niekisch und Harro Schulze-Boysen. Bis 1940 war er von zentraler Bedeutung für die im Exil lebenden Bündischen und versorgte die Bündischen Gruppen in Deutschland mit nationalrevolutionären Schriften. Wenige Monate vor Kriegsbeginn organisierte er eine 14-tägige Konferenz mit oppositionellen HJ-Führern in Paris. Nach dem Ausbruch aus der Internierung durch die französische Polizei im Mai 1940 beginnt seine Flucht über Süd-Frankreich, Spanien nach New York. Dort nimmt er seine publizistischen Tätigkeiten wieder auf und arbeitet als Korrespondent.