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Flüchtige Zeit

Science-Fiction aus China · 8 Erzählungen
320 Seiten
Bindungsart: Broschur
Sprache: Deutsch
Herausgeber: Lukas Dubro, Felix Meyer zu Venne, Francesco Verso
Umschlag von: Larissa Martin Gerichs
EAN 9783875128628
ISBN 
978-3-87512-862-8
27,00 €
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Achtung: Dieses Buch erscheint erst im Oktober 2026 – mit 4 verschiedenen Covern!

Miniklone helfen uns dabei, die Liebe unseres Lebens zu finden. Mechanische Kolibris bringen geliebte ­Men­schen zurück. Riesige Seifenblasen lassen es in der ­Wüste regnen. Ein Vater befindet sich im Kälteschlaf – bis auf einen Tag im Jahr, an dem er sich für ein ­Familientreffen aufwecken lässt. Eine U-Bahn übernimmt die Kontrolle über ihren Streckenverlauf. ­Algorithmen lassen Sprachbarrieren verschwinden – und ­entscheiden, wer in einer Katastrophe gerettet wird und wer nicht.

Das Buch ist mit vier verschiedenen Covern erhältlich. Im Shop kann frei zwischen allen Versionen gewählt werden. Das Motiv »Aqua« ist von Larissa Martins Gerich. 

Die Anthologie »Flüchtige Zeit« versammelt acht prägende Stimmen der zeitgenössischen chinesischen Science-Fiction, die das Verhältnis zwischen Mensch, Umwelt und Technik beleuchten. Die Frage, was bleibt, wenn die Bedingungen menschlicher Existenz grundlegend erschüttert werden, steht dabei im Mittelpunkt. Eine erzählerisch vielfältige Literatur, die sich nicht mit einfachen Antworten zufrieden gibt, sondern die Komplexität unserer Zeit widerspiegelt.

Im Nachwort ordnet die Sinologin Jessica Imbach die ­Erzäh­lungen in ihren ge­sellschaftlichen und literarischen Kontext ein.

Kapsel – Fantastische Geschichten aus China ist ein Projekt, das seit 2017 Kurzgeschichten aus dem chinesischen Science-Fiction-Kosmos veröffentlicht. Herausgegeben wird die Anthologie »Flüchtige Zeit« vom Kapsel-Gründer und Literaturwissenschaftler Lukas Dubro und dem Sinologen Felix Meyer zu Venne – in Zusammenarbeit mit dem italienischen Science-Fiction-Verleger Francesco Verso. Kooperationspartner für den Band sind außerdem die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und das Konfuzius-Institut an der Universität Heidelberg e.V.

Diese Publikation wird mit einer Verlagsprämie des Freistaats Bayern finanziell unterstützt.

Illustrator*innen

In Szene gesetzt werden die acht unterschiedlichen Erzählungen von der Studiengruppe Illustration von Georg Barber (ATAK) und Markus Färber an der Burg Giebichenstein in Halle mit vielen zweifarbigen Bildern.

Miriam Wiskemann, @miriam__alma

Larissa Martins Gerich, @suncoloredberlin

Charlotte Winkler, @charlotte.lilith.winkler

Clara Vastano, @clara.vastano

Charlotte Ramsbrock, @charlie_lebt

Sophie Schantl, @zzztuor

Joseqphine Baridon, @jjj_ose

Ana Lutzenberger, @analutzenberger_

Maite-Elisabeth Schönherr, @maite.schoenherr

Bettina Serpa Chernicoski, @bettinachernicoski

Pauline Saul, @paulinesaul

Polly Härle, @pollyillu

Nabberduk, nabberduk.be

Nora Dorgathen, @nora.dorgathen

Nora Blümel, @norabluemel

Meiling Fan, @meilingfan__

Milena Breiter, @milenabreiter

Lisa Hansemann, @uncool1111

Marie Bo Ehrentraut, @bibbslord

Paula Janser, @paulajanser

Leonie Bogun, @sleepylelo

Camilla Mücksch, @millamuecksch

Jakub Klimeš, @_jakub.jpeg

Autor*innen

Liu Cixin 刘慈欣 ist der bekannteste chinesische Science-Fiction-Autor. Seine Romane und Erzählungen wurden bereits neun Mal mit dem Galaxy Award prämiert. »Die drei Sonnen« erhielt 2015 als erster chinesischer Roman überhaupt den Hugo Award – den bedeutendsten Preis des Science-Fiction-Genres. Der Roman und seine beiden Folgebände »Der dunkle Wald« und »Jenseits der Zeit« wurden als Serie mit dem Titel »3 Body Problem« von Netflix verfilmt.

Han Song 韩松 gilt als einer der besten Science-Fiction-Autoren Chinas. Zu seinen wichtigsten Werken zählen »Let’s Go Look for Aliens«, »Manmade Man« oder »2066: Mars Over America«. Er wurde mehrfach mit dem Galaxy Award ausgezeichnet, Chinas höchstdotiertem Science-Fiction-Preis, und wird von vielen jüngeren Schriftsteller:innen als Vorbild genannt. Neben seiner literarischen Arbeit ist er für die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua tätig.

Hinter dem Pseudonym Xia Jia 夏笳 verbirgt sich Wang Yao, die Science-Fiction schreibt, zu ihr forscht und übersetzt. Sie lehrt als Professorin an der Jiaotong University in Xi’an chinesische Literatur. Ihre Kurzgeschichte »In den Wolken« wurde zweisprachig in der zweiten Kapsel-Ausgabe veröffentlicht. Weitere ihrer Geschichten erschienen auf Deutsch im Heyne Verlag. Für sieben ihrer Erzählungen gewann sie den Galaxy-Award, Chinas bedeutendsten Science-Fiction-Award.

Regina Kanyu Wang 王侃瑜 schreibt, ist Herausgeberin und promovierte zu Frauen in der Science-Fiction. Sie veröffentlichte die Anthologie »The Way Spring Arrives and Other Stories« mit Texten von weiblichen und nonbinären Autor:innen aus China (Tordotcom, 2022). Auf Deutsch erschienen ihre Geschichten in dem Erzählband »Sechs Geschichten von heute über morgen« und in der 6. Kapsel-Ausgabe. Sie war in der Kategorie »Beste Kurzgeschichte« für den Hugo Award nominiert.

Chen Qiufan 陈楸帆 ist preisgekrönter chinesischer Science-Fiction-Autor, Übersetzer, Kurator und Jury-Mitglied bei zahlreichen SF-Wettbewerben. Zu seinen Werken zählen der Roman »Die Siliziuminsel« (Heyne) und der Erzählband »KI 2041. Zehn Zukunftsvisionen« (Campus). In der Kapsel-Anthologie »Sechs Geschichte von heute über morgen« wurde seine Kurzgeschichte »Die Blume von Shazui« veröffentlicht.

Baoshu 宝树 studierte Philosophie. Seine Werke wurden in über zehn Sprachen übersetzt und erhielten zahlreiche Auszeichnungen. Mit seinem Roman »Botschafter der Sterne« (Heyne), der von Liu Cixin persönlich autorisierten Fortsetzung der »Trisolaris«-Saga, gelang der internationale Durchbruch. 2024 erhielt er beim Literaturfestival Another Light in Madrid den Sheridan-Le-Fanu-Preis für Phantastikliteratur.

Gu Shi 顾适 ist Autorin spekulativer Fiktion und arbeitet als Wissenschaftlerin an der Chinesischen Akademie für Stadtplanung und Design in Shanghai. Ihre Kurzgeschichten werden in viele Sprachen übersetzt, wurden mit den chinesischen Literaturpreisen Galaxy und Nebula ausgezeichnet und erschienen u. a. im größten Science-Fiction-Magazin Chinas, der »Science Fiction World«. Bei Maro erschien 2025 »Im Ozean ein Mutterschiff« mit vier Geschichten der Autorin.

Yang Wanqing 杨晚晴 studierte Wirtschaft und lebt in Kunming. Seine Geschichten wurden mehrfach ausgezeichnet, »Der Rückkehrer« mit einem der wichtigsten chinesischen Science-Fiction-Preise, dem Galaxy Award. Zu seinen Lieblingsthemen zählen Erinnerung und Amnesie. Seine Erzählungen erschienen unter anderem in der US-amerikanischen Science-Fiction-Zeitschrift »Clarkesworld«. Yang Wanqing ist bislang in Deutschland unveröffentlicht.

Verfasserin des Nachworts

Jessica Imbach ist seit 2024 Juniorprofessorin an der Universität Freiburg. In Forschung und Lehre sowie als wissenschaftliche Leiterin des vom Europäischen Forschungsrat geförderten Projekts SINOFANTASY beschäftigt sie sich mit moderner und zeitgenössischer chinesischer Literatur, Erzähltheorie, digitalen Medien, Wissenschafts- und Technologiestudien sowie den Umweltgeisteswissenschaften. 2023 erhielt sie den FAN Early Career Research Award in der Kategorie Geistes- und Sozialwissenschaften.

Übersetzer*innen

Karin Betz übersetzt chinesische und englische Literatur, ist Herausgeberin, Moderatorin und Dozentin. Zu den von ihr übersetzten Autoren gehören Mo Yan, Liao Yiwu und Liu Cixin. Für ihre Übersetzungen wurde sie vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis 2024 und dem 17. Special Book Award of China (2024).

Lukas Dubro ist Journalist und Literaturwissenschaftler. Er studierte Angewandte Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. 2017 initiierte er die Zeitschrift »Kapsel«, 2012 das Fanzine »Cartouche«. Seit 2018 arbeitet er als freier Mitarbeiter bei der Deutschen Presse-Agentur, seit 2021 beim Redaktionsnetzwerk Deutschland und schrieb unter anderem für taz und Spex.

Konrad B. Winkler arbeitet seit der dritten Ausgabe an den Übersetzungen mit und liest die Kapsel-Hefte Korrektur. Er hat Sinologie und Kunstgeschichte in Hamburg und Taipei studiert. Als King Konane produziert er stimmungsvolle Soundscapes – nachzuhören u. a. auf dem Album »place without darkness«.

Felix Meyer zu Venne 麦子丰 stieß kurz nach der ersten Ausgabe zu Kapsel dazu und hält seitdem nicht nur den Kontakt nach China, sondern sucht – inzwischen als Mitherausgeber – die Geschichten aus und übersetzt sie. In Berlin unterrichtet er Chinesisch und forscht an der HU Berlin zu chinesischem Theater.
 

Marc Hermann studierte Sinologie und promovierte über Ideologie- und Moralkritik im Werk von Zhang Ailing. Heute lebt er als Übersetzer aus dem Chinesischen und Dozent in Bonn. Zu den von ihm übersetzten Autoren zählen Wang Jinkang und Liu Cixin. An der Universität Bonn leitet er Seminare zu moderner und zeitgenössischer chinesischer Literatur und Übersetzung.

Chong Shen 沈冲 ist seit Beginn des Kapsel-Projekts Teil der Redaktion und arbeitet an jeder Übersetzung mit. Er promovierte in Germanistik an der Freien Universität Berlin. Derzeit lehrt und forscht an der Deutschabteilung der Fudan-Universität in Shanghai.

Mitherausgeber

Francesco Verso ist ein mehrfach ausgezeichneter Science-Fiction-Autor und -Herausgeber. Seit 2014 arbeitet er als Herausgeber von Future Fiction, einem multikulturellen Projekt, das die beste Science-Fiction in Übersetzung aus 15 Sprachen und mehr als 40 Ländern sucht und veröffentlicht. Seit 2019 ist er Ehrendirektor der Fishing Fortress Science Fiction Academy in Chongqing, wo er einen Workshop für Kreatives Schreiben ins Leben rief. Er lebt in Rom.

Gestalter

Marius Wenker verantwortet seit Beginn die Gestaltung des Kapsel-Projekts. Vor Kapsel gaben Lukas Dubro und er das Fanzine Cartouche heraus. Er studierte an der Kunsthochschule Weißensee in Berlin und der Faculdade de Belas-Artes in Lissabon.

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