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Ute Wegmann
Alles soll sehr weiß sein
Der Roman erscheint am 6. März 2026. Jetzt vorbestellen und direkt nach Erscheinen geliefert bekommen!
Als Kind denke ich:
Es ist normal, traurig auszusehen, wenn man erwachsen ist.
Es ist normal, viele Zigaretten zu rauchen.
Es ist normal, Bier zu trinken, wenn man ein Mann ist.
Es ist normal, sich nicht anzufassen, nicht zu küssen, nicht liebevoll miteinander zu sprechen, wenn man verheiratet ist.
Es ist normal, dass Frauen bestimmen, was gemacht wird.
Großmutter, Mutter, Tochter – zwischen 1930 und 1990. Hertha bringt ihre 1935 geborene Tochter Ellen durch den Zweiten Weltkrieg. Sie arbeitet in der Wäscherei eines Klosters, das nach dem ›Klostersturm‹ durch die SS zum Lazarett wird. Ellen baut als Sechzehnjährige die Firma der Eltern mit auf und erlebt die Wirtschaftswunderjahre. Ellens Tochter Dora verlässt das Dorf und studiert. Ihre Jugend ist geprägt von den Studentenbewegungen und der RAF-Zeit, von der Forderung, die nationalsozialistischen Verbrechen aufzuklären. Doch zu Hause wird, wie überall, geschwiegen.
Gesellschaftliche Prägungen, Konventionen, persönliche Haltungen der Familie und die Frage, wie die Frauen vor, während und nach dem Krieg lebten und arbeiteten, stehen im Mittelpunkt des Romans. Ute Wegmann porträtiert in »Alles soll sehr weiß sein« berufstätige, selbstständige Frauen dreier Generationen in ihrem Alltag.
Ute Wegmann
Ute Wegmann, 1959 in Düsseldorf geboren, studierte Germanistik und Romanistik in Köln, arbeitete von 1994 bis 2025 als Redakteurin und Moderatorin für den Deutschlandfunk und engagiert sich als Kulturvermittlerin. In der Reihe Hanser bei dtv erschienen von ihr acht Kinder- und Jugendromane, zuletzt der Gedichtband »Manchmal bist du überall«. »Sandalenwetter« ist seit Jahren überregional Schullektüre. Ute Wegmann übersetzte die Autobiografie von Judith Kerr »Geschöpfe. Mein Leben und Werk« (edition memoria) und übertrug »Der Grüffelo« von Axel Scheffler und Julia Donaldson (Beltz & Gelberg) ins Kölsche. Sie verfilmte Bilderbücher von Hermann Schulz, Peter Schössow und Ulf Nilsson.
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