Armut in der DDR-Bevölkerung

Lebensstandard und Konsumtionsniveau vor und nach der Wende

Günter Manz

12,40 €
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"Als Planungsfachmann und Leiter des Instituts für Konsumtion und Lebensstandard an der Hochschule für Ökonomie in Berlin hat sich Günter Manz beinahe 40 Jahre lang mit den Verarmungstendenzen in der DDR befaßt, obwohl es das Phänomen "Armut" offiziell nicht gab. Diese Forschungen wurden nun in einem Buch erstmals veröffentlicht."

(Kontraste)

Entsprechend den Vorstellungen vom real existierenden Sozialismus konnte es in der DDR den Begriff der Armut offiziell nicht geben. Dennoch wurden in der DDR Untersuchungen über Armut und Lebensstandard durchgeführt, deren Ergebnisse allerdings niemals veröffentlicht werden durften. In diesem Buch werden diese Forschungen erstmals vorgestellt. Die Forschungsergebnisse werden mit der Konsumtion- und Versorgungssituation sowie der Wirtschaftsentwicklung der DDR verknüpft. Ausgehend von der Unterscheidung zwischen Existenzminimum und Armut wird nachgewiesen, dass es auch in der DDR Armut gab, das System der sozialen Sicherheit die hiervon betroffenen Menschen jedoch trotz bürokratischer Hemmnisse und qualitativer Mängel vor dem sozialen Abstieg bewahrte.Seit dem Sommer 1990 hat sich für einen Großteil der „DDR“-Bevölkerung die soziale Situation drastisch verändert. Breite Bevölkerungsgruppen sind von Armut betroffen oder bedroht. Durch die wirtschaftliche Umstrukturierung mussten über 40% der bislang Erwerbstätigen aus dem Arbeitsprozess ausscheiden. Ein Ergebnis dieses Prozesses ist die hohe Anzahl von Übersiedlern und Arbeitspendlern in die alten Bundesländer. Dieses Buch belässt es nicht bei einer historischen Betrachtung der Verarmungstendenzen in der DDR, sondern setzt die Untersuchung bis in die Gegenwart der neuen Bundesländer fort.

Untertitel
Lebensstandard und Konsumtionsniveau vor und nach der Wende
Seiten
164
Autor
Günter Manz
Herausgeber
Ilona Ostner und Wolfgang Voges
Bindungsart
Broschur
Günter Manz ist Professor (em.) für Konsumtion und Lebensstandard an der Hochschule für Ökonomie Berlin.
978-3-87512-177-3