Olaf Kistenmacher

Auf einer Wellenlänge

Der Mufti von Jerusalem, die NSDAP und eine Rundfunkstation in Königs Wusterhausen
36 Seiten
Bindungsart: Fadengeheftet
Hg.: Sarah Käsmayr & Kolja Burmester
Illustriert von: Michaela Melián
EAN 9783875126341
ISBN 
978-3-87512-634-1
16,00 €
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Ein rekonstruierendes Heft
MaroHeft #19
mit Originaldruckgraphiken und beiliegendem Plakat von Michaela Melián

Das Radio war ein zentrales Medium national­sozialistischer Propagandapolitik. Per moderner Kurzwellentechnik beschallte die NSDAP noch den hintersten Winkel des Deutschen Reiches. Wenig bekannt ist, dass es während des Zweiten Weltkriegs bei Königs Wuster­hausen einen arabischsprachigen Sender gab. Regelmäßiger Sprecher war der ehemalige Mufti von Jerusalem, Mohammed Amīn al-Husseinī, der seit 1941 Asyl in Deutschland genoss. Er übermittelte den eliminatorischen Judenhass der Nazis per Rundfunk in den Nahen Osten, baute auf dem Balkan eine SS-Einheit auf und sagte bei einem Treffen mit Hitler, die Deutschen und er hätten »die gleichen drei Gegner«: »die Engländer, die Juden und die Bolschewisten.« Heutzutage ist der Einfluss al-Husseinīs auf die national­sozia­listische Politik und auf die arabischen Gesellschaften um­stritten. Die unleugbare Zusammenarbeit des Muftis mit dem Nazi-Staat, ihre Vorgeschichte und ihre Auswirkungen rekon­struiert dieser Text.

Olaf Kistenmacher

Olaf Kistenmacher ist Publizist, Historiker und Philosoph. Zuletzt erschien die Monografie »›Gegen den Geist des Sozialismus‹. Anarchistische und kommunistische Kritik der Judenfeindschaft in der KPD zur Zeit der Weimarer Republik« (ça ira).

Künstlerin

Michaela Melián ist Künstlerin und Musikerin. Sie ist Mitgründerin der Band F.S.K. und war bis 2023 Professorin für zeitbezogene Medien an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg.

Stimmen zu den MaroHeften

»Gönnt Euch kluge Gedanken, kauft die MaroHefte!«
blauschwarzberlin

»Die Hefte sind bibliophile Schmuckstücke. […] Vor allem aber mit Illustrationen in einem Farbdruck, der auch Ahnungslose spüren lässt, dass sie hier etwas Besonderes in der Hand halten.«
Christian Jooß-Bernau in der Süddeutschen Zeitung

»Den MaroHeften […] gelingt es immer wieder, ungewöhnliche Fragen zu stellen und Dingen nachzugehen, die sonst eigentlich keine Beachtung finden. Kaum hat sie der MaroVerlag formuliert, fragt man sich, warum man zu diesem oder jenem Thema bisher eigentlich noch nichts gehört hat.«
Grafikmagazin, Ausgabe 3/2024

»[Eine] wilde Reihe mit so etwas wie bibliophilen Broschuren bzw. wunderbar illustrierten, opulenten und sehr dünnen Büchern inklusive Postern, Postkarten und so weiter. Wenn Sie finden, Sie haben zu wenig Zeit zum Lesen, kaufen Sie dünnere Bücher. Und fangen Sie mit MaroHeften an.«
Bastian Pütter im bodo Magazin, Ausgabe Juli 2024

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