Wenn ich an Bernardo als Kollegen denke, erinnere ich mich an 30 Jahre mit vielen gemeinsamen Konferenzen. Nach unserem gemeinsamen Diplom 1985 waren Bernardo, Laura und ich „die junge Dolmetschergeneration“ in der italienischen Dolmetscherkabine auf dem Platz Zürich und wir sind beruflich gemeinsam groß geworden. Wir hatten viele verschiedene Kunden und dolmetschten auf vielen verschiedenen Konferenzen. Und jedes Mal, am Ende einer Konferenz, sehe ich vor mir, wie Bernardo die Krawatte ablegt und sagt: „So, endlich kann ich sie abnehmen“ ...

Seine Lieblingskunden waren zweifellos die UEFA und die FIFA, die es ihm erlaubten, mit Freunden und Kollegen die Welt zu bereisen. Aber wenn ich an einen Kunden denke, für den wir regelmäßig gemeinsam dolmetschen, denke ich sofort an die Pro Litteris. Für diese Stiftung haben Bernardo und ich 20 Jahre lang gemeinsam gearbeitet. Dieses Rendezvous war fest in unserem Terminkalender, da man uns bereits fünf Jahre im Voraus zu buchen pflegte. Ein schöner Einsatz, nach dem wir uns über unseren jeweiligen Sommerurlaub erzählten und die manchmal doch sehr surrealen Wortmeldungen eines ziemlich verschrobenen Publikums übersetzten ... zum Beispiel die der Schriftstellerin und Prostituierten, die alle in Grund und Boden redete und uns so zum Lachen brachte.

Oft sprachen wir in den Pausen über gutes Essen, über Musik und Restaurants, über elektrische Eisenbahnen – auch eine von Bernardos Leidenschaften – über Flugzeuge und Rennräder, über italienische Schuhe, vor allem aber über Tex Avery, den Bernardo so liebte.

Mittlerweile gab es einen Wechsel bei Pro Litteris und man hat für die Konferenz eine andere Lösung gefunden. Am Anfang hat es mir leidgetan, aber heute bin ich froh darüber, dass ich „unsere“ Konferenz nicht ohne Bernardo dolmetschen muss. Das wäre einfach zu schwer gewesen.

Gigliola Bernath-Guida

  • Bernardo war der geborene Polyglotte und Weltbürger. Sprachen gründlich zu lernen, mit Sprachen bewusst und sorgfältig zu arbeiten – das durfte er schon als Kind, wurde zu seiner Leidenschaft und schließlich zu seinem Beruf … Weiterlesen

    Cristina Ghionda Allemann

  • Wenn ich an Bernardo denke, dann denke ich zuerst an seine wunderbare Stimme mit dem sanften Timbre, an seine unerschütterliche Ruhe und Freundlichkeit, selbst wenn alle um ihn herum gestresst und aufgeregt waren. Ich sehe ihn, wie er … Weiterlesen

    Alexander Schmitt

  • Bernardo und ich sind zusammen in das Realgymnasium gegangen, zumindest für ein paar Jahre. Doch wir waren in unterschiedlichen Cliquen und waren uns deshalb nicht so nah. Etwas verband uns … Weiterlesen

    Christoph Renfer

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    Gigliola Bernath-Guida

  • Bernardo war ein überzeugter Dolmetscher und stolz darauf, diesen Beruf auszuüben. Er hat immer gesagt, dass dies ein wunderbarer Beruf sei und sollte er noch einmal wählen müssen, sich jederzeit wieder für diesen Beruf entschieden hätte. Weiterlesen

    Laura Wieser Anedda